|
<typohead type="3">Rezension</typohead>
Ausschnitt des Buchumschlages der 1972 veröffentlichten und in Eigendistribution in Umlauf gebrachten Denkschrift ‚68 lag die Hoffnung brach’ J. (B.) Hoffers.
<typohead type="2">„Es entspricht in keiner Weise meiner Intention, degoutant zu wirken.“ </typohead>
(J. Hoffer ‚68 lag die Hoffnung brach’ S. 120f.)
Autorenportrait:
Jochen Benjamin Hoffer, geboren am 2. Julius 1899 in Schwerin, galt 1968 als „Frankfurterantipode“ (Münchner Morgenpostille). Mit gezielten Veröffentlichungen im Selbstverlag bezog der Sohn eines Fabrikanten und einer Handelstochter pointiert Stellung gegen die sozialkritischen Veröffentlichungen seiner Zeit. Seine Schriften galten lange als abhanden gekommen, bis im Frühjahr 2004 bei einer Haushaltsauflösung in Potsdam ein grosses Konvolut bestehend aus 400 unversehrten originalverpackten Buchexemplaren seiner Denkschrift ‚68 lag die Hoffnung brach’ aufgefunden werden konnte. ‚Lammgottes Distribution’ hat sich die Rechte des Gesamtwerks des 1974 verstorbenen Schreibtäters gesichert. Die Buchexemplare aus dem Konvolut werden antiquarisch zu horrenden Preisen gehandelt und gelten bei Sammlern – auch auf Grund der besonderen Qualität des Papiers- als überaus sammelnswert. Für den Herbst 2007 plant der Lammgottesdistributionsbetrieb die Zweitauflage der Denkschrift im Paperbackformat, so dass diese auch für das gemeine, aber interessierte Lesepublikum greifbar vorliegen wird. Bis dahin erscheinen an dieser Stelle als Vorabdruck, redaktionell betreut durch die wachsamen Augen N.N.M.S.’ (der das Projekt als Lektor begleiten wird), Auszüge aus dem (autobiographischen) Werk.
„Lärm in der Parkanlage- aus der Parkanlage, die Umzäunung hält die Geräuschproduktion der herumtollenden Meute nicht zurück – kopfschüttelnd wend ich mich ab[...] sollen sie im Park drin Revoltieren, diese Stadtkinder auf [dem] Esoterikertrip; dass der Lindbaum, welchen sie mit Armen und Beinen affenähnlich umklammern, um daraus Energie zu tanken (als ob sie Maschinen wären) einst vom nationalsozialistischen städtischen Gartenbauamt gesetzt worden war, daran denken Sie nicht! Sie, die Kinder dieser Stadt, die niemals einen frei gewachsenen Baum zu Gesicht bekamen.“ (J. Hoffer ‚68 lag die Hoffnung brach’ S. 34)
|