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auszug aus einem the fanzine interview mit mocky:
musik muss wunderbar, aussergewöhnlich sein. ich kann mittelmässiges nicht ausstehen, auch wenn die leute dann meine musik hassen. lieber 50 leute, die meine musik speziell finden, als 5000, die ihr gegenüber gleichgültig eingestellt sind.
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die hip-hop-kultur ist also dafür verantwortlich, dass die letzten zehn jahre das songwriting im elektronischen kontext am leben blieb. die lassen nie die dj`s überhand nehmen. dj-kultur langweilt mich, mich langweilen dj`s und mich langweilen tanzclubs. alle dj`s klingen gleich. auch wenn die leute sagen, der und der klingt so interessant, weil er eine geniale selection trifft. das kann mein vater mit i-tunes auch. es gibt keinen grund, dj-ing als eine grandiose leistung anzusehen. der grund, warum ich so heftig wettere, ist folgender. ich erlebe selbst, wie hart es ist , dagegen anzukommen. das setup eines dj`s im gegensatz zu einer live-band ist derart simpel. die nehmen ein paar platten mit und haben keine probleme. meist steht mir in einem club dieselbe zeit zur verfügung wie einem dj. wozu brauchen dj`s denn einen soundcheck? ich muss stets auf der bühne mit der voreingenommenheit der leute kämpfen. wenn das kick-drum aufhört, sind die leute überrascht und beklagen sich. die wollen meist nur ecstacy nehmen, trinken, abfeiern und eine four-to-the-floor drum hören, jetzt überspitzt gesagt. doch solange dies so weitergeht und niemand sagt, dass es falsch sei, umso härter kämpfen leute wie ich, um mit neuer musik anzukommen. im grunde genommen geht es hier um eine schlacht. ich, der zeigen will, dass Alles neu, frisch ist und im moment geschehen kann, wenn musik live gespielt wird gegen die dj`s. das unmittelbarste, was ein dj tun kann, ist ein bootleg zu spielen. die generelle message, die wir von vielen dj`s kriegen lautet: musik ist vorbei.
die finden sich so cool, dass sie glauben, musik zu besitzen. niemand besitzt musik. sie kreieren sie nicht einmal, sie spielen sie nur.
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ein musiktrack kommuniziert abstraktes, das ist sehr wichtig. wenn du aber ein wort dazufügst, wird es atomar. heute gibt es zahlreiche möglichkeiten, mit elektronischen mitteln musik zu produzieren, du kannst aber einen grossen hit nur mit gesang landen. die lyrics werden immer dem beat vorhergehen. richtige lyrics brauchen gar keinen beat mehr. sie kommunizieren etwas ganz wertvolles. genau die lyrics werden die elektronische musik auf ein neues level bringen, denn dort klingt ja alles nach einem jahr schon alt. wenn ich auf etwas stolz sein kann, dann auf meine musik, die nie veraltet klingen wird. niemand wird sagen, das war dieser elektroclash-sound. die lyrics transzendieren den eigentlichen beat oder die musik. das ist genau das aufregende daran.
see: www.mockyrecordings.com
i like playing music and i like meeting people but i hate the whole spending hours every night in places where people are drinking beer thing. for the past four nights we have made the shows non smoking and that has worked out really well. no one argues. i still would rather just play in parks and art centers and cafes. the breakfast show in london was amazing. i should do a breakfast tour. where everyone wears pajamas and drinks tea while they watch the shows.
poop on nightlife. that s what i say.
kimya dawson, september 29th, 2005
see:
www.kimyadawson.com
www.kpunk.com
in den u.s.a. verweigert das gesetz leuten unter 21 jahren den zutritt zu konzerten, weil dort alkohol ausgeschenkt wird. Schon anfang der 80er-jahre haben sich bands wie minor threat, beat happening, bratmobile u. a. dafür eingesetzt, sogenannte all ages -shows um 19 uhr oder sogar nachmittagskonzerte zu veranstalten, damit auch minderjährige in den genuss guter konzerte kommen. so erinnert sich beispielsweise jennifer herrema von royal trux, als 12-jährige bad brains-konzerte besucht zu haben...
hier in europa gibt es diese gesetze so nicht. trotzdem scheint auch in sogenannt linksalternativen kulturkreisen immer noch der konsens zu gelten, dass konzerte spät zu beginnen haben (was das nachhausekommen mit öffentlichen verkehrsmitteln unmöglich macht). so hält sich bis heute das alte langweilige bild von rockmusik als etwas, das untrennbar mit alkoholkonsum, nachtleben und ungesundem lebensstil verbunden ist. es wäre mal zeit das ein bisschen zu überdenken.
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